Moers Festival 2009 mit contour als technischem Generalunternehmen
Pfingsten in Moers ist für contour zu einer fixen Größe geworden. Das legendäre Avantgarde Festival am Niederrhein bot 2009 bei strahlendem Sommerwetter Musikliebhabern und Crew vier Tage beste Livemusik aus der ganzen Welt.
Das Bühnenkonzept
Neben strikten Vorgaben für einen maximalen Lautstärkepegel sind die Zeitpläne beim Moers Festival minutengenau einzuhalten. Nur die erste Band des jeweiligen Tages hat die Gelegenheit zum Soundcheck und die Auftrittsdauer der Bands ist inkl. Linecheck im Schedule fixiert. Diese Vorgaben auch technisch einzuhalten, bedeutet, eine eingespielte Stagecrew am Start zu haben, bei der jeder Handgriff sitzt und die die knappen Umbauzeiten stressfrei meistert. Oliver Müller, Sebastian Wendt und Björn Wiesehöfer bilden seit drei Jahren das Rückgrat der Stagecrew und wurden dieses Jahr von Manuel Knorr und Jan Ralf Stürkat unterstützt. Eine ausgefeilte Rollriser-Logistik im Kreisverkehr, Vorhangschienensysteme im Ein- und Ausgang, dreifache Mikrophonie mit Zubehör, sowie vorbereitete Snapshots der DiGiCo Consolen bildeten eine optimale Vorbereitung. Der erste Showtag endete erwartungsgemäß als Punktlandung um 23:00 Uhr... "Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert", freute sich Projektleiter Frank Kasper.
Künstlerportraits mit freundlicher Genehmigung von Oliver Heisch - Eventfotograph
Das Soundkonzept
Sound Ingenieur und "Jazzperte" Martin Pohl sowie Systemprofi Björn Wiesehöfer installierten ein sahniges Sound System Setup für dieses Jahr.
Das für dieses 6-Mastenzelt bewährte Meyer Sound M'elodie Line Array wurde 2009 mit der neuen UPQ-1P in der geflogenen Center Position unterstützt und je eine geflogene UPA-1P versorgte den Outfill-Stehbereich links und rechts der Bühne. 6 x UPM-1P füllten den Nahbereich vor der Bühne und je ein 3er Array M'elodie wurde 8m vor dem FOH als Delay geflogen. Das Hauptsystem endete vor der Zeltrückwand und hielt unerwünschte Reflexionen in Schach.
Doch das Besondere am Sound Setup bildete das neue V-SUB Array mittig unter der Bühne. Zwei "endfired" in 90° zueinander positionierten 4er Subs Meyer Sound 600HP bildeten eine akustische Niere, die ideal zur Zuschauer Grundfläche passte. Eine optimale Schallverteilung bei gleichmäßigen Pegeln für die Zuschauer bei idealer Auslöschung auf der Hinterbühne.
Das Lichtkonzept
Wie sieht das passende Lichtkonzept für ein Festival mit über 20 Bands aus, die individuellen Jazz aus allen Regionen dieser Erde präsentieren? Welche Stimmungen unterstützen die Musik und wie kann sich eine Lichtcrew auf eine solche Herausforderung optimal vorbereiten?
Martin Conradt, seit 2008 als Lichtdesigner und Operator gesetzt, sorgte schon letztes Jahr mit seinem Motto "Let the Music In" für Begeisterung unter Künstlern, Technikern und Verantwortlichen. Punktgenaue Platzierungen eindrucksvoller Stimmungen und perfektes Timing beim Abfeuern zahlreicher dynamischer Effekte zeigten einen außerordentlich gefühlvollen Umgang mit der Kunst und Energie, die acht Stunden am Tag auf der Bühne herrschte.
"Guter Job", lobte der künstlerische Leiter Reiner Michalke nach dem ersten Festivaltag '09 den Lichtgestalter und sein strahlendes Gesicht versprühte deutlich mehr Begeisterung als die Worte allein ausdrückten.
Zusammen mit Francesco Resch, der mit der Ausarbeitung übersichtlicher CAD Pläne seinen Job als Lichtsystemtechniker begann, die Materialplanung im Office und Installation vor Ort übernahm, und das Einrichten und Ausleuchten mit Martin im Team vollzog, bestachen beide durch ihre Begeisterung für Licht und Farben. "Diesen Job kannst du nur machen, wenn du mit Leidenschaft bei der Sache bist, sonst lass es besser", spricht Francesco über seine Aufgabe, und wer ihn kennt, weiß, warum contour seine Leistungen schon seit langem so außerordentlich schätzt.



