56 Meyer Sound Lautsprecher für eine Stimme - contour beim Dalai Lama
Er hat eine tiefe, sonore Stimme. Nur manchmal bricht sie aus, dann endet ein Wort in einem hohen, fast kieksenden Ton. Nachgerade berühmt ist sein Lachen, es poltert, keckert, steckt an. Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama Tenzin Gyatso ist ein routinierter Redner und doch weit entfernt vom Duktus des politischen Berufsredners. Auch wenn der Rhythmus seiner Sprache dem europäischen Ohr manchmal fremd erscheint, die S-Laute mitunter verzischt klingen, es ist eine Freude, seine Stimme zu hören. Genau das – seine Stimme hören – wollten die gut Achttausend, die Ende Juli in Freiburg zusammengekommen waren.
Und genau das war die Aufgabe für die Contour Veranstaltungsservice GmbH aus Overath: die Stimme des Dalai Lama, die so viel von der Wirkung und Ausstrahlung dieses Mannes transportiert, in all ihren Facetten hörbar zu machen; bis in die letzte Sitzreihe und in die Nebenhalle.
Contour war in Freiburg im Auftrag der Con Moto GmbH aus Ludwigshafen tätig, hatte mit Meyer Sounds MAPP Online Pro vorgeplant und das entsprechende Aufgebot an Meyer-Sound-Equipment mitgebracht.
Für Halle 4 der Freiburger Neuen Messe, die 4.800 Quadratmeter große, sogenannte „Rothaus Arena“: 24 MICA Compact High-Power Curvilinear Array Lautsprecher mit zwei MG-MICA Grid, acht UPM-1P Ultra-Compact Wide Coverage Lautsprecher als Nearfill, zwei Galileo 616 Lautsprecher Management Systeme, davon eines als Backup und ein 5-poliges RMS Remote Monitoring System.
Und für die auf der anderen Seite des Foyers liegende Halle 3 mit ihren 3.600 Quadratmetern und 5.000 Plätzen: 18 M’elodie Ultracompact Highpower Curvilinear Array Lautsprecher, dazu zweimal das MG-M’elodie Grid, 6 UPM-1P Ultra-Compact Wide Coverage Lautsprecher als Nearfill und ein Galileo Lautsprecher Management System. Eingemessen wurde in beiden Hallen mit SIM 3 Audio Analyzer.
„Meyer Sound ist für uns das Nonplusultra, gerade auch dann, wenn es um Sprachverständlichkeit geht“, erklärt Ralf Wolters von Contour, der in der Rothaus Arena am FOH-Platz stand. „Die sehr feine Auflösung und die homogene Verteilung auf 100 Grad horizontal waren hier sehr wichtig.“ Und Sebastian Wendt, der als Systemer in der Rothaus Arena war, ergänzt: „Das extrem leise Signal einer einzelnen Person für 5.000 und nochmal 3.000 Zuhörer gleichmäßig zu übertragen, kann schon eine Herausforderung sein.“
Auf Subwoofer konnte Contour verzichten, so tief ist die Stimme des Dalai Lama nun auch wieder nicht, auf eine Palette an Mikrofonen hingegen nicht. „Wir hatten eine Auswahl an Mikrofonen dabei, hatten aber in Hamburg schon gesehen, dass der Dalai Lama kein Problem damit hat, ein Headset aufzusetzen, was uns die Arbeit erleichtert hat, auch wenn er schon mal ans Mikrofon greift, temperamentvoll, wie er nun eben ist“, erzählt Wolters.
Den Soundcheck, so Wolters, habe man natürlich nicht mit Rockmusik gemacht, sondern per Stimme. Und so dauerte es dann auch keine zwei Minuten, bis alle Einstellungen an die Stimme des Dalai Lama angepasst waren. Letztlich kann Wolters „nur“ von erstklassigem Sound und einer aufgrund der guten Vorbereitung problemlos verlaufenen Veranstaltung berichten. Auch das „sehr zeitnahe“ Eintreffen der Kollegen vom Fernsehen habe keine Probleme gemacht. Die Leute von PHOENIX, das die Veranstaltung übertrug, übernahmen den Saalton einfach über Pressesplitter.
Derweil stand in Halle 3 Contours Örnie Wiesehöfer am FOH-Platz und sorgte dafür, dass die ca. 3.500 Zuhörer, die für die Rothaus Arena keine Karten mehr bekommen hatten, einen ebenso hochklassigen Ton zum Beamer-Bild bekamen. „Der Dalai Lama hatte seine Sendestrecke in der Rothaus Arena, und ich hatte meine Empfänger auf die selben Frequenzen programmiert. Auf die Weise mussten wir ihn nicht doppelt verkabeln. Als er dann am Ende der Veranstaltung zu uns in Halle 3 kam, hatte ich Sendeempfang und konnte seine Stimme direkt auf die PA hochziehen.“. Als der Tibeter die Halle betrat, die nur im vorderen Teil bestuhlt war, drängten die Zuhörer aus dem Stehplatzbereich nach vorne zur Bühne. Gut zu sehen war der Dalai Lama zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Aber gut zu hören.
Quelle: "Meyersound.de"

